Robert Doisneau hat Paris , mit seinen Vororten, Straßen, Cafés und seinen Bewohnern, in schwarz-weiß unsterblich gemacht.
Der Fotograf des Intimen und des Populären erblickte am 14. April 1912 in Gentilly im Schoße einer bürgerlichen Familie das Licht der Welt. Er studierte grafische Kunst an der Ecole Estienne und erhielt 1929 sein Diplom als Graveur und Lithograf.
Von André Vigneau als Fotograf ausgebildet, verkaufte er seine erste Fotoreportage über die Pariser Flohmärkte 1932 ans Excelsior. 1934 heiratete er Pierrette Chaumaison, mit der er zwei Töchter hat: Annette und Francine. Nach einer schlechten Erfahrung als Industriefotograf für Renault in Boulogne-Billancourt, entschied er sich 1939 freiberuflicher Fotograf und Illustrator zu werden. Da lernte er Charles Rado, den Gründer der Agentur Rapho kennen. 1946 wurde er freiberuflicher Fotograf für die berühmte Agentur, nach dem er im Zweiten Weltkrieg aktives Mitglied der Résistance war.
Die Nachkriegsjahre
Im Herzen der Agentur Rapho, die er nie verließ, produzierte und realisierte Robert Doisneau Fotoreportagen über sehr vielfältige Themen, wie aktuelle Nachrichten über Paris und seine Vororte, das populäre Paris, die Provinz und auch das Ausland.
1947 brachte die Begegnung mit Robert Giraud eine Wende in seine Karriere und den Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit. Robert Doisneau veröffentlichte rund 30 Bildbände, darunter 1949 "La Banlieue de Paris".
1947 brachte die Begegnung mit Robert Giraud eine Wende in seine Karriere und den Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit. Robert Doisneau veröffentlichte rund 30 Bildbände, darunter 1949 "La Banlieue de Paris".
Als freiberuflicher Fotograf verkaufte Doisneau seine Bilder an mehrere Magazine, blieb aber von 1949 bis 1952 bei der Vogue.
Seine mal witzigen oder ironischen, oft zärtlichen und nostalgischen Fotos sind die Zeugen einer Epoche, aber vor allem eines Augenblicks. Der Fotograf des Vergänglichen, Robert Doisneau, hat eine besondere Vorliebe für das anekdotische, wie zum Beispiel sein "L’information scolaire" (1956) oder auch "Les enfants de la place Hébert" (1957) zeigen.
Seine mal witzigen oder ironischen, oft zärtlichen und nostalgischen Fotos sind die Zeugen einer Epoche, aber vor allem eines Augenblicks. Der Fotograf des Vergänglichen, Robert Doisneau, hat eine besondere Vorliebe für das anekdotische, wie zum Beispiel sein "L’information scolaire" (1956) oder auch "Les enfants de la place Hébert" (1957) zeigen.
Robert Doisneau und die Berühmtheit
Der Human-Fotograf Robert Doisneau schloß sich in den 1950er Jahren der Gruppe der XV an. An der Seite von Willy Ronis und anderer Künstler versucht er die Fotografie als Kunst zu bewerben. Er wurde langsam bekannt und erhielt zahlreiche Preise, darunter 1947 den Kodak Preis, 1956 den Niepce Preis, und 1983 den Grand Prix de la Photographie sowie 1986 den Balzac Preis. Er fotografierte weiter anonyme Passanten (Dimanche matin à Arcueil, Le Baiser de l’hôtel de ville…), aber auch einige Persönlichkeiten, wie Picasso, Braque oder Giacometti.
Um sich einen Lebensunterhalt zu verdienen, realisierte Robert Doisneau gleichzeitig eine beachtliche Anzahl an Auftragsarbeiten für Industrie und Werbung. Er verdankte aber seinem eigenen Werk der letzten zehn Jahre seines Lebens seinen ungeheueren Erfolg auf der internationalen Szene. Seine Schwarz-Weiß-Fotos wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, darunter 1992 eine Retrospektive im Modern Art Oxford Museum, die seine letzte war. Er starb, von Publikum und Kritikern weltweit geschätzt und anerkannt, am 01. April 1994 in Montrouge. Robert Doisneaus Fotografien werden in den Kollektionen der größten Museen der Welt präsentiert. 1951 die erste Ausstellung im MoMA in New York. 2007 besuchten über 400.000 Menschen die Ausstellung "Robert Doisneau Paris en liberté" des Rathauses von Paris.
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