
Max Scheler war ein international bekannter Fotograf der Nachkriegszeit, Junior-Mitglied der Agentur MAGNUM und ab 1959 einer der großen Bildermacher des Stern. Mit Ende seines fotografischen Schaffens wurde er mit Gründung der Zeitschrift GEO 1975 dort Bildchef. Die Ausstellung zeigt mit rund 140 Exponaten den ersten großen Querschnitt aus dem Werk des bedeutenden Fotojournalisten.
Schelers Hauptthemen sind der ‚human interest‘, die menschlichen Verhaltensweisen, Freude und Trauer, Begeisterung und Verzweiflung. Bei der Wahl seiner Themen zeigt er sein Verlangen, Chronist bedeutender Ereignisse zu sein. Menschen unterschiedlichster Kulturkreise beobachtet er im Alltag, in Krisen- und Kriegszeiten, bei sozialen Problemen und Festlichkeiten. So entstehen Menschenbilder voller emotionaler Dichte, in ausführlichen Berichten, manchmal in mehreren Folgen.
Die ausgestellten Werke lassen sich in drei Schauplätze unterteilen: Deutschland, China und USA. Während die Fotografien aus Deutschland das Wirtschaftswunder, den politischen Aufbruch der Bundesrepublik und die Teilung Deutschlands kommentieren, berichten die Bilder aus China von Krise, ideologischem Umbruch und kultureller Fremde. Die USA begegnet uns in den Arbeiten von Max Scheler als vielschichtiges und widersprüchliches Phänomen: hoch entwickelt und dennoch provinziell; demokratisch-fortschrittlich und dennoch rassistisch und ungerecht. Bilder der Vereinigten Staaten, die auch über die Zerrissenheit einer großen Nation berichten.
Mehr Infos über
http://www.stadtmuseum-online.de
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